Mikronährstoffe: Gute Option, wenn Infekte immer wiederkehren (@Aerztezeitung.de)

Schon wieder erkältet. Dann ist der Bedarf an Mikronährstoffen erhöht. Er kann nicht immer über die Ernährung gedeckt werden.


Bei rezidivierenden Infekten kann die Supplementierung mit Mikronährstoffen Häufigkeit, Dauer und Intensität der Infekte senken. Das belegen Studien bei Erwachsenen und Kindern.

Antioxidantien wie Vitamin C und E, Beta-Carotin, Bioflavonoide, Selen und Zink schützen die Zellen vor oxidativen Schäden. Vitamin A und Zink haben die Aufgabe, die Barriere-Funktion von Haut und Schleimhaut zu erhalten, und B-Vitamine werden bei einer Infektion für den erhöhten Energiestoffwechsel benötigt.

Bei akuten und chronischen Infekten sei die Proliferationsrate der Immunzellen erhöht und damit auch der Bedarf an Mikronährstoffen, der dann nicht immer über die Ernährung gedeckt werden könne, so Gesche.

Eine 16 Wochen dauernde kontrollierte multizentrische Doppelblindstudie mit 192 Patienten, die unter rezidivierenden Atemwegsinfekten litten, belegt jetzt erneut den positiven Einfluss einer ernährungsmedizinischen Behandlung. Die Teilnehmer erhielten ein Mikronährstoff-Granulat mit Vitaminen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen oder Placebo.

Bei Patienten mit Vitamin-C- oder Vitamin-D-Mangel ging die Häufigkeit von Infektionen signifikant zurück. Damit einher ging auch eine Reduktion der durch die Atemwegsinfekte bedingten Arbeitsunfähigkeitstage, berichtete Gesche.

Für einen Vitamin-D-Mangel ist ein erhöhtes Risiko für Atemwegsinfektionen belegt. Bei relativ gesunden Kindern wurde festgestellt, dass in den späten Wintermonaten kein einziges der 45 untersuchten Kinder einen Vitamin-D-Spiegel im Normbereich (30 bis 40 ng/ml) aufwies.

In einer aktuellen Verlaufsbeobachtung mit 542 Kindern in einem mittleren Alter von sieben Jahren hat eine Mikronährstoffkombination über 9 bis 10 Wochen Häufigkeit, Dauer und Intensität von banalen Infekten, Laryngtiden / Pseudokrupp, Tonsilitiden und Otitiden im Vergleich zum Vorjahr signifikant verringert.

Zudem war der Bedarf an Antibiotika bei den beobachteten Kindern um 35 Prozent geringer, berichtete AxtGadermann.